Adressen in Verkehrspsychologische Untersuchung
Verkehrspsychologische Untersuchung (VPU) – Was ist das?
Mithilfe einer VPU wird die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit überprüft. Zusätzlich wird ermittelt, ob der Lenker eine ausreichende Bereitschaft zur Verkehrsanpassung besitzt. Eine VPU wird dann angeordnet, wenn vom Amtsarzt ein Anlass dazu gesehen wird, etwa bei Zweifel an der kraftfahrspezifischen Leistungsfähigkeit. Liegt ein Führerscheinentzug vor, z.B. nach Alkohol-, Drogen- oder Verkehrsdelikten, wird oft ebenfalls eine VPU vorgeschrieben. Außerdem muss eine VPU absolviert werden, wenn man die Führerscheinklasse D (Buslenkerausweis) oder den Schulbuslenkerausweis erwerben möchte. In diesem Fall genügt jedoch eine Kurzvariante der VPU, genannt „verkehrspsychologisches Screening“. Auch für den Schulbuslenkerausweis kann eine VPU erforderlich sein.
Arten der verkehrspsychologischen Untersuchung:
Die Gebühr für die jeweilige Untersuchungsart ist durch das Verkehrsministerium (BMVIT) mit Verordnung festgelegt.
- Leistungsuntersuchung oder Überprüfung der Bereitschaft zur Verkehrsanpassung:
Anordnung durch den Amtsarzt.
Gebühr: 181 Euro - Vollständige verkehrspsychologische Untersuchung (verkehrspsychologische Stellungnahme):
Anordnung bei Alkohol-, Drogen- oder anderen Verkehrsdelikten.
Gebühr: 363 Euro - Verkehrspsychologisches Screening (D-Screening):
Bei Erwerb der Lenkerberechtigung der Klasse D.
Gebühr: 130 Euro
Ablauf und Inhalt der VPU
Die VPU besteht aus zwei Teilen, einem Praxisteil und anschließend einem Gespräch mit einem Verkehrspsychologen. Im Praxisteil wird die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit überprüft: Reaktionsvermögen, Beobachtungsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit sowie Persönlichkeitsmerkmale, die für das Verhalten im Straßenverkehr wichtig sind, werden in einem Verfahren getestet. Dabei bearbeitet der Lenker an einem Testgerät verschiedene Aufgabenstellungen und Fragebögen. Eine spezielle Vorbereitung für das Testverfahren ist nicht notwendig. Auch Computerkenntnisse sind nicht erforderlich, da die zu bedienenden Geräte einfach in ihrer Handhabung sind. Zusätzlich werden die Lenker während der Testung betreut.
In einem Gespräch mit einem Verkehrspsychologen werden weiters der Anlass der Untersuchung, die bisherigen Erfahrungen im Straßenverkehr und Probleme, die möglicherweise in diesem Zusammenhang aufgetreten sind, besprochen.
Für die gesamte Untersuchung sollten 3-4 Stunden eingeplant werden. Das Ergebnis wird gemäß den gesetzlichen Bestimmungen an die Führerscheinbehörde weitergeleitet (außer es handelt sich um eine individuelle, freiwillige Beratung).
Weitere Informationen: www.fuehrerscheinweg.at
