Adressen in Verkehrscoaching
Verkehrscoaching – Was ist das?
Alkolenker, die das erste Mal ein Alkoholdelikt im Bereich von 0,8 bis 1,19 Promille begehen, müssen seit 1. September 2009 ein Verkehrscoaching absolvieren. Ausgenommen davon sind Probeführerscheinbesitzer, da diese ohnehin eine Nachschulung absolvieren müssen.
Liegt ein Wiederholungsfall vor, d.h. wenn innerhalb der letzten fünf Jahre ein Alkoholdelikt ab 0,8 Promille begangen worden ist, dann ist eine volle Nachschulung zu absolvieren. Eine Nachschulung wird ebenfalls angeordnet bei einer Überschreitung der Promillegrenze von 1,2 bis weniger als 1,6 Promille. Wird die Promillegrenze um mehr als 1,6 Promille überschritten, muss zusätzlich zur Nachschulung ein Amtsarzt aufgesucht und gegebenenfalls eine verkehrspsychologische Untersuchung absolviert werden.
Das Verkehrscoaching wird von Rettungsorganisationen wie etwa dem Roten Kreuz organisiert und durchgeführt. Es ist Teil des neuen Verkehrssicherheitspakets, das am 10. Juli 2009 vom Nationalrat beschlossen wurde. Dieses Paket sieht darüber hinaus die Erhöhung der Strafen für Raser und Alkolenker vor, eine Verlängerung der Führerscheinentzugsdauer für Hochpromille-Lenker und eine Vereinheitlichung der Strafhöhen auf Österreichs Autobahnen.
Das Verkehrscoaching kostet 100 Euro (der Preis gilt sowohl für Gruppen- als auch Einzelkurse).
Ablauf und Inhalt des Verkehrscoachings:
Das Verkehrscoaching findet üblicherweise in Gruppen von vier bis zwölf Teilnehmern statt. Einzelkurse sind nur in begründeten Einzelfällen zulässig. Die Dauer eines Verkehrscoachings beträgt vier Stunden (eine halbtägige Veranstaltung), die sich folgendermaßen aufteilen: Zwei Stunden lang wird von Notfallsanitätern oder Ärzten geschult, weitere zwei Stunden von Psychologen.
Ziel des Verkehrscoachings ist es, den Teilnehmern die besonderen Gefahren des Lenkens von Kraftfahrzeugen unter Alkoholeinfluss und dessen Folgen bewusst zu machen. So werden die Teilnehmer im ersten Teil des Verkehrscoachings z.B. von ausgebildeten Sanitätern mit den möglichen Unfallfolgen von alkoholisierten Lenkern konfrontiert. Zusätzlich wird auf die physischen Auswirkungen von Alkohol auf den Organismus eingegangen. In einem zweiten Teil versuchen Psychologen, eine nachhaltige Änderung der künftigen Verhaltensweise bei den Teilnehmern herbeizuführen, indem sie die Teilnehmer zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Fahrverhalten motivieren.
Weitere Informationen:
www.verkehrscoaching.com
