Adressen in Nachschulung
Nachschulung – Was ist das?
Eine Nachschulung ist ein Kurs in Seminarform, der darin unterstützen soll, jenes Verhalten, das zur Nachschulung geführt hat, zukünftig zu vermeiden. Es handelt sich dabei nicht um eine Prüfung, sondern um ein Einstellungs- und Verhaltenstraining. Die Nachschulung wird üblicherweise in Gruppensitzungen abgehalten, in begründeten Ausnahmefällen sind auch Einzelgespräche möglich. Nach erfolgreicher Absolvierung der Nachschulung und Ablauf der verhängten Entzugsdauer erhalten die Kursteilnehmer von der Behörde ihren Führerschein zurück. In vielen Fällen (abhängig u.a. von Alkoholisierungsgrad und Anzahl der Alkohol-am-Steuer-Delikte) wird neben der Nachschulung auch eine verkehrspsychologische Untersuchung angeordnet.
Arten der Nachschulung:
Die einzelnen Nachschulungen werden je nach Art des Deliktes unterschieden. Die Gebühr für die jeweilige Nachschulungsart ist dabei vom Verkehrsministerium (BMVIT) mit Verordnung festgelegt:
- Nachschulung bei Alkoholdelikten und bei Fahren unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss:
Gebühr: 495 Euro (Mindestpreis)
Dauer: 4 Gruppensitzungen zu insgesamt 15 Kurseinheiten à 50 Minuten
Bei der zweiten Nachschulung innerhalb von fünf Jahren: 598 Euro - Nachschulung bei Verkehrsdelikten (z.B. überhöhte Geschwindigkeit):
Gebühr: 495 Euro (Mindestpreis)
Dauer: 4 Gruppensitzungen zu insgesamt 12 Kurseinheiten à 50 Minuten plus Fahrprobe.
Bei der zweiten Nachschulung innerhalb von fünf Jahren: 598 Euro - Nachschulung im Rahmen des Vormerksystems:
Gebühr: 198 Euro (Mindestpreis)
Dauer: 2 Gruppensitzungen zu insgesamt 6 Kurseinheiten à 50 Minuten
Bei der zweiten Nachschulung innerhalb von fünf Jahren: 301 Euro
Ablauf und Inhalt der Nachschulung:
Die Kurse werden von einem Psychologen geleitet, eine spezielle Vorbereitung für den Kurs ist nicht notwendig. Gesprochen wird über das Verhalten im Straßenverkehr. Je nach Kursmodell und je nach Delikt werden andere Verhaltensweisen in den Mittelpunkt der Kurse gestellt:
Bei Alkoholdelikten oder Drogendelikten wird beispielsweise insbesondere die Wirkung von Alkohol bzw. Drogen auf den Körper und in weiterer Folge auf die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit thematisiert. Bei Verkehrsdelikten wird ein Schwerpunkt auf das Fahrverhalten gelegt. Ziel ist es, das eigene Risikobewusstsein bezogen auf das Fahren zu stärken, eine realistische Selbsteinschätzung zu entwickeln und die Gefahrenerkennung zu verbessern. In beiden Kursvarianten wird gemeinsam mit dem Trainer eine Strategie erarbeitet, wie die Lenker eine Wiederholung der Delikte in Zukunft vermeiden und somit den Führerschein auf Dauer behalten können.
Auch bei einer Nachschulung im Rahmen des Vormerksystems werden jene Ursachen geklärt, die zur Anordnung dieser Maßnahme geführt haben. Ziel ist es ein normgerechtes, sicherheitsbewusstes und rücksichtsvolles Fahrverhalten zu erlangen.
Weitere Informationen: www.fuehrerscheinweg.at
